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Digitaler Showroom: Effektive Ergänzung zum realen Showroom

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Der Zweck physicher Showrooms in Headquarters von Unternehmen ist sehr eindeutig: Einem Besucher bzw. potentiellen Kunden soll im Showroom das Portfolio des Unternehmens präsentiert werden. Darüber hinaus besteht die Chance der Vermittlung der Vision, der mittelfristigen Mission und sogar der Wertekultur des Unternehmens. Aber auch für Mitarbeiter, insbesondere bei großen Unternehmen mit mehreren Standorten, dient ein Showroom als "Orientierungsanker bzw. Mission-Statement-Vermittler". Doch wie kann man nun auch mit einem digitalen Showroom gezielt Leads generieren?

Digitaler Showroom von PEM Motion

Die digitale Transformation spielt auch im Marketing und Vertrieb von Unternehmen eine entscheidende Rolle. Begriffe wie Content- und/ oder Inbound-Marketing reihen sich in die herkömmlichen Marketing-Strategien ein und zwar analog zur Veränderung des Nutzerverhaltens. Dabei werden Marketing und Vertrieb zum wichtigen Fachberater des Kunden entlang der Customer Journey. Ein digitaler Showroom zahlt nun idealerweise gerade in diese digitalen Marketing-Instrumente ein und ergänzt den realen Showroom.

4 Fazit zu digitalen Showroom


Die Touchpoints in der physischen und in der digitalen Welt der Customer Journey

Ob physisch oder digital: Die Customer Journey beschreibt die „Reise“ eines Kunden vom ersten Kontakt bis hin zum Abschluss eines Geschäftes und weiteren Touchpoints darüber hinaus. Anhand des nachfolgenden Schaubildes sieht man, dass es besonders in dieser digitalen Marketing-Welt mehr Möglichkeiten für Touchpoints gibt als für physische.
 
Die Touchpoints in der physischen und digitalen Welt in der Customer Journey
 
Ein wichtiger Grund hierfür liegt darin, dass digitale Touchpoints sehr leicht messbar sind und der Erfolg ausgewertet werden kann. Aber gerade dieses Ungleichgewicht scheint die Begründung dafür zu sein, dass Live-Kommunikation (z.B. Messen, Hausmessen, reale Showrooms) vor der Corona-Pandemie eine erstaunlich positive Entwicklung hatte. Unsere Interpretation hierfür liegt darin, dass gerade wegen den digitalen Marketing-Aktivitäten der persönliche Kontakt für die meisten Branchen von höchster Wichtigkeit ist.



Hybride Variante eines Showrooms

Der Nutzen eines physischen Showrooms kombiniert mit dem Nutzen eines digitalen Showrooms: Wenn man aus jeder Welt das Beste wählt, das würde in unserem Falle bedeuten:
 
Der physische Showroom zeigt der Zielgruppe in maximal realistischer Performance das Produkt/ die Dienstleistung. Somit ist er ein sehr wesentlicher Bestandteil der „realen“ Besuchsphase des potenziellen Kunden. Je nach Phase der Customer Journey besteht aufgrund des festen und begrenzten Zeitpunktes eines realen Showrooms jedoch die Gefahr den Besucher nicht in allen Phasen der Customer Journey zu erreichen.

Der digitale Showroom soll nun die Dauer des „realen“ Besuches strecken – der Content des Showrooms wird digital präsentiert – und zwar vor, während und nach dem Besuchstermin. Die Vermittlung von Content vor dem Besuchstermin bereitet die Zielgruppe optimal auf den Besuch vor. Interaktive Multimedia-Tools (VR, AR, Videos etc.) erleichtern dem Berater während des Besuches das Produkt der Zielgruppe noch besser zu erklären und erlebbar zu machen. Nach dem Event kann der Besucher mit Hilfe des digitalen Showrooms nachfassen, vertiefen und seinen Kollegen das Erlernte weitergeben. Somit muss davon ausgegangen werden, dass der digitale Showroom ein langfristiger und fester Bestandteil der Customer Journey ist, der das „reale“ Erlebnis vor Ort digital flankiert, ergänzt und erweitert. Dieses Beispiel eines digitalen Showrooms zeigt die vielseitigen Möglichkeiten.



Langfristige Integration des digitalen Showrooms in die Content Marketing Strategie

Der Vorteil des digitalen Showrooms liegt also in der langfristigen Einbettung in das jeweilige Content Marketing.  Folgende Anforderungen sollten hierbei auch für digitale Showrooms erfüllt sein, damit das Unternehmen den maximalen Nutzen erzielen kann:
 
  • Authority: Der Content des digitalen Showrooms muss in der eigenen Hoheit und der eigenen Kontrolle liegen.
  • Measurable: Der Erfolg des digitalen Showrooms muss messbar und auf die Zielgruppe bezogen transparent sein.
  • Integrated: Der Inhalt des digitalen Showrooms (Content) muss sich nahtlos mit dem bestehenden Content verbinden.
  • Connected: Das System muss in der Lage sein über Schnittstellen mit Kommunikationstools „sprechen“ zu können
  • Ongoing: Die Inhalte (Content) des digitalen Showrooms muss dauerhaft verfügbar sein.
AMICO-Modell im digitalen Showroom
 
 

Software-Architektur gemäß AMICO-Modell

Während der letzte Abschnitt die Voraussetzung für langfristiges Content-Marketing anhand des AMICO-Models vorstellt, muss nachfolgend auch die Anforderung an eine digitale Event-Plattform (Virtual Events) beleuchtet werden. Auch hier können wir das AMICO-Modell anwenden, jedoch mit Fokus auf die Software-Architektur:
 
  • Authority: Die Plattform und der Content müssen vollständig unter Kontrolle des Unternehmens sein.
  • Measurable: Der Erfolg der digitalen und realen Showrooms muss messbar und auf die Zielgruppe bezogen transparent sein.
  • Integrated: Die digitalen Events müssen sich nahtlos in die eigene Software-Landschaft integrieren.
  • Connected: Das System muss in der Lage sein, über Schnittstellen mit Kommunikationstools „sprechen“ zu können
  • Ongoing: Der Content muss dauerhaft angeboten werden können.
Eine entsprechende Software-Architektur kann nur über eine nahtlose Integration von PlugIns in bestehende Content-Marketing-Architekturen erreicht werden. Die Umsetzung des AMICO-Modells macht nur Sinn, wenn sie langfristig in die bestehende Content Marketing Strategie integriert wird.

 
Software-Architektur gemäß AMICO-Modell beim virtuellen Showroom
 
Marktführer für diese Strategie ist das VirtualShow Plugin von Expocloud. Kompatibel ist dieses PlugIn zu den gängigen CMS-Systemen wie Drupal, Typo3, Hubspot, Magento uvm. Sowohl 2D- als auch 3D-Räume können nahtlos in bestehende Online-Auftritte integriert und alle Elemente der Räume ganz einfach mit bestehenden Inhalten der Content-Strategie verknüpft werden.

 

Dieser Ansatz hat folgende zentrale Vorteile:

  • CAD-Modelle von Showrooms, Messeständen oder auch nur Exponate können direkt in VirtualShow importiert werden. Als Verlinkung sehr leicht zu nutzen auf der eigenen Webseite.
  • Für den digitalen Showroom kann bestehender Content ganz einfach verlinkt werden. Eine extra Aufbereitung oder ein Exportieren des Contents ist nicht nötig.
  • Durch die Verlängerung der Besuchszeit der eigenen Website wird ein positives Signal an Google für „wertvollen Content“ gesendet.
  • Der Besucher verbringt „seine Zeit“ direkt auf der Original-Webseite - keine Umleitung auf andere Plattformen.
  • Der digitale Showroom ergänzt somit die Content-Strategie um weitere wertvolle Inhalte.

 

Fazit zu digitalen Showrooms

  • Digitale Showrooms stellen eine sinnvolle Ergänzung von realen Showrooms dar.
  • Digitale Showrooms besitzen gegenüber realen Showrooms den zentralen Vorteil der Orts- und Zeitunabhängigkeit. Auf der gesamten Customer-Journey stehen sie allen Interessenten als Content 24/7 zur Verfügung.
  • Digitale Showrooms sollten daher langfristig als feste Strategie in das gesamte Content Marketing eingebunden werden. Die Beachtung der Vorgaben des AMICO-Modells stellt den Erfolg sicher: Authority (unter eigender Kontrolle), Measurable (messbar), Integrated (integriert), Connected (verbunden), Ongoing (langfristig).
  • Digitale Showrooms sollten mit einem Plugin in die bestehende Content-Marketing-Software umgesetzt werden. Der bereits bestehende Content kann so recht einfach und sinnvoll mit räumlichen Modellen (dem digitalen Showroom) vernetzt werden.
  • Die Case Study eines digitalen Showrooms finden Sie hier: Digitaler Showroom von PEM Motion